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Die meisten Kinder in Deutschland sind „Offliner“

- Turner Deutschland und Rich Harvest veröffentlichen Studie „Screens for Content“ zur Mediennutzung von Kindern

- Klassifizierung von fünf Typen: Offliner, TV-Champs, Smartphoner, Premium Darlings und Media All-Stars

München, 28. Februar 2017 – Ob Fernsehgerät, Tablet, Smartphone oder Spielekonsole – für Kinder ist der regelmäßige Medienkonsum längst ein fester Bestandteil ihres Alltags. Vor allem elektronische Medien haben einiges zu bieten, was Kinder begeistert und fasziniert. Im Fernsehen werden beispielsweise spannende Geschichten erzählt, Spielekonsolen versetzen die Kinder in eine virtuelle Welt und lassen sie selbst zum Helden von Abenteuern werden, Smartphone und Tablet prägen das Kommunikationsverhalten und bieten eine Vielzahl an Lern- und Spieleapps.

Wie Kinder die verschiedenen Medienangebote nutzen, welche Inhalte überzeugen und wie sehr die Eltern den Medienkonsum des Nachwuchs regulieren, wollte Turner Deutschland genauer wissen. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Rich Harvest befragte der Sender daher über 500 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren sowie deren Eltern. Im Fokus der Untersuchung stand außerdem, in welchem Umfang sich Kinder mit den verschiedenen Geräten beschäftigen. Aus diesem Grund wurden nur voll ausgestattete Haushalte, also solche in denen mindestens ein Fernseher, Computer, Tablet und Smartphone vorhanden ist, für die Studie herangezogen.

Auf Basis ihres Mediennutzungsverhaltens lassen sich die Kinder in fünf Gruppen aufteilen: TV-Champs, Smartphoner, Offliner, Premium Darlings und Media All-Stars.

Die mit Abstand größte Gruppe in Deutschland bilden mit 41 Prozent die sogenannten Offliner. Ihre Erfahrungen im Umgang mit Medien werden größtenteils von den Eltern geprägt und bestimmt. Bevor dem Kind der Konsum erlaubt wird, prüfen die Eltern die Inhalte und entscheiden, ob diese für den Nachwuchs geeignet sind oder nicht. Bevorzugt werden Sendungen ausgewählt, die den Eltern noch aus der eigenen Kindheit bekannt sind. Meist genutztes Medium der Offliner ist daher auch das klassische TV, andere elektronische Geräte spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Am zweithäufigsten sind mit 20 Prozent die TV-Champs in Deutschland zu finden. Ihr Medienkonsum konzentriert sich ebenfalls auf das klassische Fernsehen, mit dem sie sich, im Vergleich zu den anderen Gruppen, am intensivsten beschäftigen. Sie wissen meist was auf welchem Sender läuft, wählen Episoden eigenständig aus und suchen aktiv nach weiteren Inhalten rund um ihre Lieblingssendungen. Erste Anlaufstelle hierfür ist YouTube, aber auch Online-Games und Apps nehmen eine wichtige Rolle in ihrem Medienalltag ein.

Die Smartphoner (18 Prozent) bestimmen größtenteils selbst, wann sie sich mit welchem Medium beschäftigen. Wie der Name jedoch bereits verrät, ist ihr wichtigster digitaler Begleiter das Smartphone. Über dieses werden auf YouTube ganze Serienepisoden oder kurze Videos angeschaut und mit den Freunden per Messenger-Dienst oder sozialem Netzwerk kommuniziert.
Bei den Premium Darlings, in diese Gruppe lassen sich 11 Prozent der Kinder einordnen, steht die Wissensvermittlung bei der Auswahl der Inhalte im Vordergrund. Die Eltern sind dem Medienkonsum der Kinder gegenüber offen eingestellt, aber beeinflussen auch stark und legen viel Wert auf hohe Qualität. Bevorzugtes Medium der Premium Darlings ist der Fernseher. Sie beschäftigen sich aber auch viel mit YouTube sowie mit Spiele-Apps, bei denen man auch etwas lernen kann.

Die (noch) kleinste Gruppe in Deutschland stellen mit 10 Prozent die Media All-Stars dar. Bei diesen handelt es sich um echte Medienexperten: Sie besitzen meistens eigene Geräte und interessieren sich für alles, was die Medienwelt zu bieten hat. In ihrer Freizeit verbringen sie unter der Woche zwei Stunden, am Wochenende bis zu vier Stunden mit dem Konsum von Medien. Da sie sich meist besser auskennen als ihre Eltern, findet hier nur wenig Reglementierung statt.