Pressroom

Fred Pleitgen erhält Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus

München, den 10. April 2017 – Wie die Jury des renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis heute bekannt gab, wird CNN Senior International Correspondent Frederik Pleitgen 2017 ausgezeichnet. Pleitgen war von 2006 bis 2014 CNN Internationals Berlin Korrespondent, bevor er 2015 in das Londoner Büro wechselte.

Ihre Entscheidung für die drei Preisträger Fred Pleitgen und die beiden ZDF-Studio Leiter Hans-Ulrich Gack und Luc Walpot begründet die Jury mit deren prägenden „Berichten aus den Krisenregionen des Nahen Ostens und der Türkei“. Durch ihre Arbeit in „Regionen, in denen die journalistische Recherche als Spionage [eingestuft], Kontakte zu Informanten als Terrorhilfe bekämpft und die Prinzipien einer freien Berichterstattung unterdrückt werden“, leisten die Auslandsreporter wichtige Beiträge, die sich nicht auf Stimmungsmache, sondern „auf Fakten und deren Auswirkungen auf Menschen konzentrier[en].“

Betont wurde zudem die Bildschirmpräsenz der drei Reporter. Sie setzen sich nicht in Szene, verleihen aber ihren Berichten eigenständigen Charakter, wie Fred Pleitgen mit seiner „hohe[n] Präzision“. Nicht nur weigern sie sich „vordergründige und schnelle Wahrheiten“ zu akzeptieren, sondern halten auch konsequent an „ihrer Distanz zu Kriegs- und Krisenparteien“ fest.

Vor seiner Zeit bei CNN International war Fred Pleitgen im ZDF-Hauptstadtbüro tätig. Von 2000 bis Anfang 2006 arbeitete er bei n-tv als Reporter und Chef vom Dienst, von 2001 bis 2003 zudem im Berliner RTL Studio. Er studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und der Freien Universität Berlin sowie an der New York University School of Journalism. Im Jahr 2004 erhielt er ein Fellowship für das Institute for Cultural Diplomacy im San Fernando Valley/USA. Im Jahr 2005 verbrachte er im Rahmen des Arthur F. Burns Fellowships zwei Monate im International Centre for Journalists in Atlanta/USA.

Für CNN International reiste er zu zahlreichen Kriegsschauplätzen in Syrien wie unter anderem Damaskus, Homs oder Aleppo. Er war außerdem der erste internationale Journalist, der 2013, nur wenige Tage nach Chemiewaffenangriffen auf Rebellengebiete, aus Damaskus berichtete. 2016 war Pleitgen in Aleppo vor Ort, als die Stadt wieder in die Hände der syrischen Regierungstruppen fiel. Zudem besuchte er Kriegsgebiete im Irak, Afghanistan sowie Pakistan und reiste mehrere Male undercover nach Myanmar. Im Jahr 2011 war er während der Revolution in Ägypten sowie bei den Aufständen in Libyen als CNN Korrespondent vor Ort.